Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
ABNR-Info | 04|2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erhalten Sie die letzte Ausgabe des ABNR-Infos in diesem Jahr. Kurz vor dem Jahreswechsel hat auch der Regierungswechsel stattgefunden. Die Zuständigkeiten für Themen der Tabak- und Nikotinprävention auf Bundesebene liegen künftig im Gesundheitsministerium von Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD), dem Minsiterium für Ernährung und Landwirtschaft von Cem Özdemir (Bündnis 90 / Die Grünen) sowie dem Ministerium für Umwelt, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz von Steffi Lemke (Bündnis 90 / Die Grünen). Wir hoffen, mit einigen unserer Anliegen bei den neuen Verantwortlichen auf offene Ohren zu stoßen. Als neues, durch die Ampel-Koalition gesetzes Thema, wird uns künftig die Legalisierung von Cannabis beschäftigen, da dies auch die Tabakkontrollpolitik berührt. Das Themenspektrum für das kommende und die folgenden Jahre bleibt also vielfältig. 

Zunächst aber machen die beiden ABNR-Büros vom 17. Dezember 2021 bis 3. Januar 2022 Pause, um dann ab dem 4. Januar gestärkt ins neue Jahr zu starten. 

Wir wünschen allen Leser:innen - trotz der besonderen Herausforderungen unserer Zeit - ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes und gesundes Jahr 2022.

Ihr ABNR-Team

Aus der Politik & Rechtliches – national
Koalitionsvertrag Ampelparteien: Prävention und Entkriminalisierung von Cannabis
Der Koalitionsvertrag der Ampelparteien SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen setzt im Bereich Drogenpolitik primär auf Prävention durch Aufklärung - mit einem besonderen Fokus auf Kinder, Jugendliche und Schwangere.
Darüber hinaus ist die Entkriminalisierung von Cannabis ein bereits seit Wochen öffentlich diskutiertes Thema. Kritiker:innen warnen vor konsumbedingten psychischen und physischen Schäden, sagen einen Anstieg des Konsums der THC-haltigen Droge voraus und sehen den Jugendschutz durch die Entkriminalisierung gefährdet (Aerzteblatt). Weitere Bedenken zielen auf die künftige Rolle der Industrie ab: Es gilt als wahrscheinlich, dass vor allem große Tabakkonzerne profitieren werden, denn sie haben für Anbau, Verarbeitung und Vertrieb von Cannabis die nötige Infrastruktur und finanzielle Mittel (FAZ, GreenEntrepreneur).
Prävention und Cannabislegalisierung sind auch im Koalitionsvertrag der neuen Berliner Regierung (SPD, Grüne, Linke) hervorzuheben. (Aerzteblatt)

Hessen: Novelle des Nichtraucherschutzgesetzes
Die Novellierung des hessischen Nichtraucherschutzgesetzes wurde mit Spannung erwartet. Wesentliche Rechtsänderungen betreffen die gesetzliche Gleichstellung von Zigaretten und E-Zigaretten (siehe Bericht im ABNR Newsletter 03/2021) sowie ein Rauchverbot auf Spielplätzen und in Festzelten. Die Chance für einen noch umfassenderen Nichtrauchendenschutz wurde jedoch verspielt: Ausnahmen für Spielbanken und geschlossene Gesellschaften in Gaststätten bleiben bestehen und Tabakersatzstoffe sowie Shihas bleiben weiterhin vom Anwendungsbereich des hessischen Nichtraucherschutzgesetzes ausgenommen. (PM Hessen, Hessenschau)

Bundesrat bestätigt neue Transparenzregeln für Abgeordnete
Die vom Bundestag beschlossene Änderung der Transparenzregelungen für Abgeordnete wurde vom Bundesrat gebilligt. Die Verschärfungen betreffen unter anderem die Anzeigepflicht von Nebeneinkünften, Unternehmensbeteiligungen und Strafen für Bestechlichkeit. Das Gesetz verbietet zudem die Ausübung bezahlter Lobbytätigkeiten und das Entgegennehmen von Geldspenden. (Bundesrat)

Jahresbericht der Drogenbeauftragten
Im neuen Jahresbericht erläutert die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, die Herausforderungen der Corona-Pandemie für Drogenpolitik und das Suchthilfesystem. Sie fordert,  niedrigschwellige Suchthilfe als festen Bestandteil der hiesigen Daseinsfürsorge in den Bundesländern zu integrieren.
Der Konsum von Tabak ist weiterhin leicht rückläufig, die Konsumzahlen für Cannabis steigen jedoch vor allem bei jungen Erwachsenen. (Pressemitteilung, SZ)

Baden-Württemberg: Förderung digitaler Projekte zu Suchthilfe und -prävention
Insgesamt zwei Millionen Euro stellt das Land Baden-Württemberg zwölf ausgewählten Projekten zur Digitalisierung in der Suchthilfe und Suchtprävention zur Verfügung. Ziel ist, den Zugang zu Präventions- und Hilfeprogrammen zu vereinfachen und auch für Menschen in ländlichen Regionen zu gewährleisten. (BW)

OLG bestätigt Urteil: Imagewerbung für E-Zigaretten verboten
Bereits 2020 entschied das Landgericht Saarbrücken, dass die Werbekampagne „E-ZigaRETTEN Leben“ gegen das Gesetz über Tabakerzeugnisse und verwandte Erzeugnisse verstößt. Das Saarländische Oberlandesgericht bestätigte dieses Urteil jetzt in der nächsten Instanz und schloss eine Revision aus. (Urteil OLG)

Bildliche Warnhinweise müssen auf Zigarettenautomaten zu sehen sein
Künftig müssen bildliche Warnhinweise auf Zigarettenpackungen bereits auf den Auswahltasten von Zigarettenautomaten zu sehen sein. Dies hat der Europäische Gerichtshof am 9. Dezember 2021 entschieden. Geklagt hatte die Nichtraucher-Initiative Pro Rauchfrei vor dem Bundesgerichtshof, weil an den Kassen in zwei Münchener Supermärkten Zigaretten über entsprechende Automaten angeboten wurden, ohne dass Warnhinweise für den Kunden von außen zu sehen waren.
(SZ, Pressemitteilung Forum Rauchfrei)

Stellungnahme ÄARG zu revidierter Fassung der „Vorläufigen gesundheitlichen Bewertung von Nikotinbeutelchen“ des BfR
Bereits im ABNR-Info 3/2021 wurde ausführlich zum Thema Nikotinbeutel berichtet. Der Ärztliche Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V. (ÄARG) und das ABNR hatten bereits im Juni und August 2021 Stellungnahmen zur „Vorläufigen gesundheitlichen Bewertung von Nikotinbeutelchen“ des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) abgegeben. Nun geht der ÄARG in einer neuen Stellungnahme auf die Revision der umstrittenen Risikobewertung des BfR ein. Der ÄARG stuft die Revision als „unzureichend“ ein, da im Vergleich zur ersten Version nur wenige Änderungen vorgenommen wurden und Hinweisen auf weiterführende wissenschaftliche Erkenntnisse augenscheinlich nicht nachgegangen wurde.

Aus der Politik & Rechtliches – international
FCTC: Konferenz & Tagung der Vertragsparteien (COP 9 & MOP 2)
Die Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakkonsums (FCTC) treffen sich alle zwei Jahre zu einer Konferenz der Vertragsparteien (COP). Aufgrund der COVID-19-Pandemie fand die 9. Sitzung (COP 9) nicht im Jahre 2020, sondern im November 2021 als virtuelle Konferenz statt. Als Ergebnis des Treffens wurde ein „innovativer Finanzplan“ über mehrere Millionen Dollar erstellt, der weltweit Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums fördern und somit die Umsetzung des FCTC stärken soll.
Unmittelbar nach der COP 9 fand die zweite Tagung der Vertragsparteien (MOP 2) statt, die sich mit dem Protokoll zur Beseitigung des illegalen Handels mit Tabakerzeugnissen befasst. (FCTC 1, FCTC 2)

USA: FDA genehmigt E-Zigarette der Marke Vuse
Die US-Arzeneimittelbehörde (FDA) erteilte erstmals Genehmigungen für E-Zigaretten bzw. Liquids. Wie bereits im ABNR-Newsletter 03/2021 berichtet, wurde den Produkten der Marken JD Nova Group, Great American Vapes und Vapor Salon bereits vorab die Marktzulassung entzogen. Im Oktober folgte dann die Entscheidung, die Marke „Vuse“ (British American Tobacco) freizugeben. Laut FDA sind die Produkte im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten „deutlich weniger toxisch“. Weitere Genehmigungen, wie etwa für die Produkte des marktführenden Unternehmens Juul, stehen weiterhin aus. Kritiker:innen verweisen darauf, dass E-Zigaretten für Jugendliche attraktiv sind und wissenschaftliche Hinweise dafür vorliegen, dass sie negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. (FAZ, NY Times)

Europas Plan zur Krebsbekämpfung - Update
Nach der Veröffentlichung des Europäischen Plans zur Krebsbekämpfung im Februar 2021 ist die internationale Diskussion zu den Forderungen in vollem Gange: Einigen Kritiker:innen geht der Plan nicht weit genug, andere sehen die Kompetenzgrenzen der EU überschritten (Ärzteblatt). Im Interview mit dem Tagesspiegel erläutert der deutsche EU-Politiker und Arzt Peter Liese seine Sicht auf den European Beating Cancer Plan (BECA). Er sieht vor allem große Chancen durch eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Forschung. Die so genannte BECA-Delegation ist derweil dabei, Partnerschaften zu knüpfen und so die Zusammenarbeit unterschiedlichster Einrichtungen und Institutionen zu fördern. (European Interest)

Auf dem Weg zur Europäischen Gesundheitsunion
Im EU-Parlament wurde der Erweiterung des Aufgabenbereichs des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mit großer Mehrheit zugestimmt. Ziel ist es, der EU mehr Kompetenzen bei der Prävention und Kontrolle von Krankheiten zuzusprechen, sowie das gemeinsame Vorgehen bei länderübergreifenden Gesundheitsgefahren festzulegen. Interessant im Hinblick auf Erkrankungen infolge des Konsums von Tabakprodukten: Das ECDC wird zusätzlich zu den übertragbaren Krankheiten in Zukunft auch für schwere nicht übertragbare Krankheiten zuständig sein. Dazu gehören beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen oder Krebs.
(EuroParl)

China: Tabakmonopolgesetz schließt nun E-Zigaretten mit ein
Ab sofort fallen auch E-Zigaretten unter das Tabakmonopolgesetz in China. Bisher befanden sich die neuartigen Tabakprodukte in einer rechtlichen Grauzone. Das Gesetz beinhaltet unter anderem strenge Vorschriften dazu, welche Unternehmen und Einzelhändler (E-)Zigaretten herstellen und verkaufen dürfen. (Reuters)

Schweiz: Neues Tabakproduktgesetz
Das neue Tabakproduktgesetz der Schweiz beinhaltet wenige Verschärfungen im Bereich des Werbeverbots und eine national einheitliche Altersgrenze für den Verkauf von Tabakprodukten. Werbung für Zigaretten und weitere Produkte ist zukünftig auf Plakaten, in Kinos, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebäuden sowie auf Sportplätzen verboten. In der Presse und im Internet darf sie jedoch weiter zu sehen sein. Expert:innen, z.B. der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz, gehen die Einschränkungen nicht weit genug. Die Volksinitiative "Kinder ohne Tabak" hält am Volksbegehren 2022 fest: Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sollte über ein umfassenderes Werbeverbot abgestimmt werden. (NZZ)

Belgien: Zigaretten werden teurer
Mit einer Steuererhöhung werden Zigaretten in Belgien bald 25 ct teurer. Auch auf elektronische Zigaretten soll eine Steuer erhoben werden, sobald eine entsprechende europäische Richtlinie verabschiedet wird, kündigte Premierminister Alexander De Croo an. (Brusselstimes)

Österreich: Rauchfrei Kampagne im November bietet Unterstützung beim Rauchstopp
Die Kampagne „November rauchfrei“ stellt eine kostenlose Rauchfrei App sowie telefonische Beratung und Begleitung durch das Rauchfrei Telefon, ambulante Angebote der Österreichischen Gesundheitskasse sowie andere Beratungsangebote in ganz Österreich zur Verfügung. Ziel ist es, möglichst viele Bürger:innen zum Aufhören zu motivieren. (Rauchfrei.at)

Großbritannien: Gesundheitshinweise auf einzelnen Zigaretten im Gespräch
Einige Abgeordnete haben einen Änderungsantrag zum Gesetzentwurf über Gesundheit und Pflege eingereicht. Dieser beinhaltet unter anderem, einzelne Zigaretten mit dem Aufdruck "Rauchen ist tödlich" zu versehen. Weitere Änderungsvorschläge zielen auf strengere Regulierungen der Tabakindustrie und das Anheben des Mindestalters für den Kauf von Zigaretten ab. (The Guardian)

Hong Kong: Verbot von E-Zigaretten und Tabakerhitzern
Ein in Hong Kong verabschiedeter Gesetzentwurf verbietet Einfuhr, Verkauf und Herstellung von elektronischen Zigaretten und Tabakerhitzern. Kritisiert wird, dass das Gesetz hauptsächlich auf Geschäfte abziele, denn die Nutzung der Geräte ist nach wie vor erlaubt. (South China Morning Post)

Taiwan: Verbot von E-Zigaretten in Hauptstadt Taipeh
Der Stadtrat der taiwanischen Hauptstadt Taipeh hat ein Verbot von elektronischen Zigaretten und Tabakerhitzern verabschiedet. Dieses verbietet Herstellung, Import, Verkauf, Lieferung, Auslage und Werbung für diese Produkte. Der Konsum ist im Umkreis von 50 Metern um Schulgelände verboten. Die Verordnung muss nun noch vom Kabinett verabschiedet werden. (Taiwannews)

Großbritannien: E-Zigaretten auf Rezept in Planung
Großbritannien plant, eine medizinische Zulassung für E-Zigaretten einzuführen und die Produkte dann im Rahmen des Konzepts zur "Harm Reduction" auf Rezept an tabakabhängige Personen abzugeben. Die britische Regulierungsbehörde für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (MHRA) möchte zeitnah entsprechende Genehmigungsverfahren für E-Zigaretten auf den Weg bringen. Hauptkritikpunkte am geplanten Vorgehen: Politische Ambivalenz in der Tabakkontrolle, Risiken für junge Erwachsene und Handeln entgegen dem internationalen Konsens sind die. (Evening Standard, The Guardian)

Weitere News – national
19. Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle
Die Konferenz für Tabakkontrolle, die vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Zusammenarbeit mit dem ABNR ausgerichtet wird, dient dem Erfahrungsaustausch über bereits erfolgreiche Maßnahmen zur Verminderung des Tabakkonsums in Deutschland. Zudem fördert sie die Entwicklung zukünftiger Projekte und Konzepte. Auch in diesem Jahr fand die zweitägige Konferenz virtuell statt. Alle Infos zur Konferenz finden Sie hier.

Deutscher Lungentag 2021: Gefahren des Passivrauchens im Fokus der BzgA
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hat anlässlich des deutschen Lungentags im September mit einem Aktionstag „Asthma & Allergien“ auf die Folgen des Passivrauchens – insbesondere für Kinder – aufmerksam gemacht. Die BZgA unterstützt mit kostenfreien und qualitätsgesicherten Angeboten aufhörwillige Raucherinnen und Raucher beim Rauchausstieg. (BZgA, RND)

Welt COPD-Tag: BzgA stellt Rauchen als Hauptursache von COPD in den Fokus
Anlässlich des Welt-COPD-Tages am 17. November unterstreicht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) die Rolle des Rauchens für die Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Laut BzgA sind 80 bis 90 Prozent aller COPD-Fälle auf das Rauchen zurückzuführen. (BZgA)

Neue Patientenleitlinie Asthma: Rauchstopp empfohlen
In der neuen Patientenleitlinie Asthma wird Menschen, die an Asthma erkrankt sind, ein Rauchstopp empfohlen. Das Informationsblatt richtet sich an Betroffene und deren Kontaktpersonen. Die Leitlinie orientiert sich an der Nationalen Versorgungsleitlinie Asthma und stellt wissenschaftlich fundierte Informationen verständlich dar. (rauchfrei-info)

Neu: Anbieter-Datenbank zur Tabakentwöhnung
Die deutsche Anbieter-Datenbank zur Tabakentwöhnug (www.anbieter-raucherberatung.de) wurde vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) überarbeitet. Ratsuchende finden hier sowohl Online- als auch Präsenzangebote in ihrer Nähe. (rauchfrei-Info)

PMI’s Versuche, Gesundheitspersonal zu rekrutieren – Update
Bereits im ABNR-Info 03/2021 wurde über Versuche der Kontaktaufnahme mit Personen im Gesundheitsbereich seitens der Tabakfirma Philip Morris International (PMI) berichtet. Das Aerzteblatt veröffentlichte nun einen Artikel zum Thema. Das zugehörige Informationsblatt des ABNR ist hier einzusehen.

Schulwettbewerb „Be Smart – Don`t Start“ geht in die nächste Runde
Der deutschlandweit ausgetragene Wettbewerb für Schulklassen 6 bis 8 geht in die 25. Runde. Das Thema richtet auch in diesem Jahr ein Augenmerk auf die Auswirkungen des Rauchens auf die Umwelt. (BSDS, Recklinghäuser Zeitung)

E-Zigaretten: Inhaltsstoffe und Elektromüll
Der Spiegel berichtet in einem Interview mit Umweltchemiker Carsten Prasse über die Inhaltsstoffe von E-Zigaretten. Anlässlich des Internationalen Tages des Elektromülls wird in einem weiteren Artikel die Problematik von Elektroschrott thematisiert – zu dem auch E-Zigaretten gehören.

Deutschland: Bereit für ein Rauchverbot in der Außengastronomie?
Die Zeitschrift Stern diskutiert hier die Frage, ob Deutschland für ein Rauchverbot in der Außengastronomie bereit ist. Als Experte wird Prof. Reiner Hanewinkel, Leiter des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung, zitiert.

Weitere News – international
EU: Informationen zu Tabak und Rauchen im Wissensportal zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention
Die Europäische Kommission stellt auf dem Wissensportal für Entscheidungstragende im Bereich öffentlicher Gesundheit unabhängige und aktuelle Informationen zum Thema „Tabak und Rauchen“ in englischer Sprache zur Verfügung: Health Promotion and Disease Prevention Knowledge Gateway

Tabaklobby-Ranking Europa: Deutschland unterbietet schlechtes Ranking des letzten Jahres
Smoke Free Partnership, ein Zusammenschluss unabhängiger europäischer und nationaler Organisationen mit Expertise zur Tabakkontrollpolitik, hat den European Tobacco Industry Interference Index für das Jahr 2021 veröffentlicht. Der Index misst, wie europäische Länder von der Tabakindustrie beeinflusst werden und wie weit sie bei der Umsetzung von Artikel 5.3 des FCTC und den einstimmig angenommenen Leitlinien vorangekommen sind. Deutschland hat seit Veröffentlichung des Index einen festen Platz am unteren Ende des Rankings und seine Punktzahl in diesem Jahr noch verschlechtert. Der vollständige Bericht ist hier einzusehen.

Sponsoring des Europäischen Wirtschaftsgipfels durch die Tabakindustrie
Eine Reihe von Gesundheitsorganisationen, darunter Smoke Free Partnership und die Association of European Cancer Leagues, haben in einem gemeinsamen Schreiben die Mitglieder der Europäischen Kommission aufgefordert, dem Europäischen Wirtschaftsgipfel fernzubleiben. Der Grund: Die Tabakfirma Japan Tobacco International (JTI) ist Sponsor der Veranstaltung und ist auch mit einem Beitrag beteiligt. Eine Beteiligung der Tabakindustrie an einer EU-Veranstaltung verstoße gegen die „Verpflichtungen und Grundsätze“ des WHO-Rahmenübereinkommens FCTC, so die Verfasser:innen des Schreibens. (Eurobserver)

WHO-Trendreport: Weltbevölkerung raucht immer weniger
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet im vierten Report über die Entwicklung der Prävalenz des Tabakkonsums weltweit. Insgesamt rauchen trotz ansteigender Weltbevölkerung immer weniger Menschen. Insbesondere in der Altersgruppe der 15-24-Jährigen greift eine deutlich geringere Anzahl zur Zigarette als noch im Jahr 2000 (minus 20,8 %). Sorge bereitet der WHO, dass der Tabakkonsum in Europa immer noch verhältnismäßig hoch ist. Deutschland liegt dabei im Mittelfeld. (Aerzteblatt)


WHO-Liste unverzichtbarer Arzneimittel führt erstmals Medikamente gegen Nikotinsucht

Die Liste unverzichtbarer Medikamente wird alle zwei Jahre von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht. Darauf werden Arzneimittel aufgenommen, die laut ärztlicher Einschätzung für die Grundversorgung der Bevölkerung nötig sind. Bisher waren für einen Rauchstopp ausschließlich Nikotin-Ersatzpräparate gelistet. Dieses Jahr sind zum ersten mal zwei Medikamente gegen Nikotinsucht aufgenommen worden: Bupropion (Zyban) und Vareniclin (Champix). Beide Mittel sind in Deutschland zugelassen und rezeptpflichtig. (RND) Mehr Informationen zu diesen Medikamenten hat das IQWiG auf gesundheitsinformation.de zusammengetragen.


World Heart Federation fordert strenge Regulierung von E-Zigaretten
Auf Grundlage des neuen Informationsblatts „A New Threat to Cardiovascular Health“ (Eine neue Bedrohung für die kardiovaskuläre Gesundheit) fordert die World Heart Federation (WHF) eine strenge Regulierung von E-Zigaretten und eine bessere Überwachung der Marketing- und Verkaufsstrategien der Branche. In dem Informationsblatt werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu gesundheitlichen Auswirkungen des E-Zigarettenkonsums zusammengefasst. (Pressemitteilung, E-cigarettes-Policy-Brief, Summary)

Influencer:innen vermarkten Tabakprodukte – ein Update
Wie bereits Anfang des Jahres im ABNR-Info 01/2021 berichtet, werden Influencer:innen strategisch von Tabakfirmen als Sprachrohr eingesetzt, unter anderem um Werbeverbote in verschiedenen Ländern zu umgehen. Die neuesten Geschehnisse fasst ein Artikel des Guardian zusammen.

Brief an Facebook & Co: Mehr als 100 Organisationen fordern Werbestop für Nikotinprodukte in sozialen Medien
In einem Brief an Zuckerberg (Facebook/Instagram), Pappas (TIK TOK) und Dorsey (Twitter) fordern mehr als 100 Organisationen weltweit die Werbung und Vermarktung von oralen Nikotinprodukten wie Nikotinpouches, die keinem pharmazeutischen Zweck dienen, zu verbieten. Die Autor:innen nehmen insbesondere Bezug auf bezahlte Werbung und Marketing durch Influencer:innen auf den Plattformen.

Wie Big Tobacco das Verbot von Menthol-Zigaretten umgeht – Update
Seit Mai 2020 gilt in ganz Europa ein Verbot für Menthol Zigaretten. Seitdem haben Tabakunternehmen verschiedene Strategien entwickelt, dieses Verbot zu umgehen. Es berichten The Bureau of Investigative Journalism TBIJ und das Organized Crime and Corruption Reporting Project OCCRP.

USA: „Puff Bar“ beliebteste E-Zigarette unter Kindern und Jugendlichen
Puff Bar hat Juul als beliebteste E-Zigarette unter Kindern und Jugendlichen in den USA abgelöst. Nun steht die produzierende Firma im Bundestaat North Carolina (USA) vor Gericht. Es wird ihr vorgeworfen, Puff Bar gezielt an ein jugendliches Publikum zu vermarkten – ähnlich wie bei Juul. (The Wall Street Journal)

Niederlande: Lidl nimmt Zigaretten und Tabak aus dem Sortiment
Seit Oktober werden in Lidl-Filialen in den Niederlanden keine Zigaretten oder andere Tabakprodukte mehr verkauft. Die Geschäftsführung unterstützt damit eine Initiative mehrerer Gesundheitsorganisationen. Ziel ist es, „eine Nichtraucher-Generation möglich zu machen“. (RND)

Präventionskampagne: Truth Initiative startet Vape-Unternehmen "Depression Stick!"
Die US-weite Kampagne der Truth Initiative zur Prävention von Rauchen, Dampfen und Nikotinkonsum bei Jugendlichen hat ein fiktives Vaping-Produkt kreiert: "Depression Stick!". Im Marketing wirbt die Initiative mit faktenbasierten Wahrheiten und will so über E-Zigarettenkonsum als Mitverursacher psychischer Krankheiten aufklären. Neben einer Website und verschiedenen Werbespots wird das Produkt auf sozialen Medien, in Pop-up Läden und auf großen Außenwerbeflächen wie auf dem Times Square in New York beworben. Das Ziel: Jugendlichen den Zusammenhang zwischen Nikotin, Angstzuständen und Depressionen deutlich zu machen. (PrnNewswire)


Interessantes auf exposetobacco.org

Auf exposetobacco.org werden unter dem Titel „STOP. A global tobacco industry watchdog“ regelmäßig „Bemühungen der Tabakindustrie, die Eindämmung des Tabakkonsums zu vereiteln und eine neue Generation von Konsumenten anzulocken, rigoros aufgedeckt“. Die Website ist ein Partner-Projekt der Tobacco Control Research Group der University of Bath, dem Global Center for Good Governance in Tobacco Control, der International Union Against Tuberculosis and Lung Disease und Vital Strategies.

In den letzten drei Monaten waren unter anderem folgende Artikel interessant:
  • Offener Brief an Regierungs- und UN-Delegierte zur Ablehnung der Teilnahme der Tabakindustrie an UNGA-Nebenveranstaltungen (Link)
  • Junge Menschen als Zielgruppe der Tabakindustrie (Link)
  • Statement zur Übernahme des Pharmaunternehmens Vectura durch den Tabakkonzern PMI (Link) und allgemein Investitionen von Big Tobacco in und Übernahmen von Pharmaunternehmen (Link)
  • FDA-Zulassung des E-Zigarettenprodukts Vuse: Risiko für die Jugend (Link)
  • Unsichtbare Einflussnahmen der Tabakindustrie (Link)
  • Formel 1 und Tabakindustrie (Link)
  • Tabakindustrie bei COP 9 und MOP 2 (Link)
  • Manipulation des Tabaksuchtpotentials durch die Tabakindustrie (Link)
  • Hintergrund zur Firma Vectura (kürzlich übernommen von PMI) (Link)
Die Gruppe hat zudem auf ihrer Website tobaccotactics.org eine Datenbank zu Tabakversorgungsketten aufgebaut. Diese soll für Forscher:innen und Akteur:innen in der Tabakkontrolle transparent machen, welche Prozesse ablaufen und wer dahinter steht.



Publikationen – national
Aktualisierung der Nationalen Versorgungsleitlinie COPD
Zwei Jahre haben 51 Expertinnen und Experten aus 30 Organisationen die Nationale Versorgungsleitlinie COPD überarbeitet. In 70 Empfehlungen und mehreren Algorithmen beschreiben sie die bestmögliche sektorenübergreifende Versorgung von Menschen mit COPD. Wegen der Fülle der Themen überarbeitet die Leitliniengruppe die NVL COPD in mehreren Schritten. Die nun vorliegende Teilpublikation der 2. Auflage beinhaltet die "Definition und Epidemiologie", "Diagnostik und Monitoring", "Tabakentwöhnung", "Nicht-medikamentöse Therapie", "Medikamentöse Therapie", "Medizinische Rehabilitation" sowie "Versorgungskoordination". "Die Tabakentwöhnung hat für die Behandlung der COPD einen sehr hohen Stellenwert. Deshalb sollen alle rauchenden Patient*innen mit COPD ein Therapieangebot zur Tabakentwöhnung erhalten. Diese besteht idealerweise in einer Kombination von verhaltenstherapeutischen und medikamentösen Maßnahmen." "Aufgrund der aktuell unzureichenden Datenlage, und auch wegen der noch nicht abschätzbaren gesundheitlichen Langzeitfolgen für Patient*innen mit COPD, sieht die Leitliniengruppe in der E-Zigarette keine Option für einen primären Entwöhnungsversuch." (Kapitel 3)
NVL COPD

Immer noch zu viele Rauchszenen in jugendfreien Filmen
Die WHO hatte dazu aufgerufen, Filme mit Rauchszenen als für Jugendliche ungeeignet einzustufen. Diese Empfehlung wurde bisher weder in den USA noch in Deutschland zufriedenstellend umgesetzt wie eine Studie von Reiner Hanewinkel und Kollegen zeigt. Unter den 100 erfolgreichsten Filmproduktionen (50 in USA, 50 in Deutschland) waren nur 52 rauchfrei. Von den Filmen, in denen geraucht wurde, waren nach dem FSK-Rating nur 21% als für Jugendliche nicht geeignet eingestuft.
Rauchen in Filmen: Stand der Umsetzung der WHO-Empfehlungen zum Jugendschutz

Broschüre Frauenrechte und Tabakkontrolle
Die von Unfairtobacco herausgegebene Broschüre “Frauenrechte und Tabakkontrolle: Das Recht auf eine tabakfreie Welt” gibt einen Überblick über die Zusammenhänge zwischen nachhaltiger Entwicklung, Frauenrechten und Tabakkontrolle und enthält im Schlusskapitel konkrete Empfehlungen für die Politik. Gemeinsam mit Unfairtobacco tragen 23 Organisationen aus Deutschland, Europa, USA, Bangladesch und Sambia die Broschüre mit.
Hier können Sie die Broschüre herunterladen oder gedruckte Exemplare bestellen.

Publikationen – international
Prädiktoren der Adhärenz zu einer medikamentösen Entwöhnungstherapie 
Die Anwendung einer medikamentösen Therapie steigert die Erfolgswahrscheinlichkeit bei einem Aufhörversuch. Eine australische Querschnittsstudie hat untersucht, welche Faktoren eine kontinuierliche Nutzung der verfügbaren Medikamente beeinflussen. Die Inanspruchnahme medikamentöser Unterstützung lag bei etwa 28 % der werdenden Ex-Raucher:innen. Faktoren wie soziale Unterstützung, gute Vorerfahrungen mit solchen Produkten, erfolgreiche Abstinenzversuche, geringere Ängstlichkeitswerte und ein eine stärkere Abhängigkeit waren positiv mit der Nutzung der medikamentösen Therapieoptionen assoziiert.
Predictors of Adherence to Smoking Cessation Medications among Current and Ex-Smokers in Australia: Findings from a National Cross-Sectional Survey

Schlusspunkt oder Reduktion – welche Aufhörmethode ist erfolgreicher?
Der wissenschaftliche Konsens und das Dilemma von aufhörwilligen Rauchenden stehen sich in dieser Frage oft diametral gegenüber; mithilfe der regelmäßig in England erhobenen Daten der Smoking Toolkit Study von 2006-2020 konnten mehr als 21.000 Aufhörversuche des letzten Jahres analysiert werden. Es zeigte sich, auch nach Ausschluss möglicher weiterer Einflussfaktoren, eine Überlegenheit der Schlusspunktmethode im Vergleich zur Reduktionsmethode.
Potential Explanations for Conflicting Findings on Abrupt Versus Gradual Smoking Cessation: A Population Study in England

Psychische Störung als Ausschlusskriterium in Studien zur Testung pharmakologischer Entwöhnungsangebote verringert gesundheitliche Chancengerechtigkeit
Menschen mit psychischen Erkrankungen zeigen bis zu dreifach erhöhte Prävalenzraten des Tabakrauchens gegenüber Menschen ohne eine solche Diagnose. In einer Übersichtsarbeit wurde anhand von 279 Studien untersucht, ob Raucher:innen mit und ohne psychische Erkrankungen gleichermaßen in Studien zur Prüfung pharmakologischer Therapieangebote berücksichtigt werden. Schlussfolgerungen der Arbeit sind, dass Raucher:innen mit psychischen Erkrankungen in Studien unterrepräsentiert sind und dies dazu beiträgt, dass sich gesundheitliche Ungleichheit fortschreibt.
Inequity in smoking cessation clinical trials testing pharmacotherapies: exclusion of smokers with mental health disorders

Auswirkungen von Tabakkontrollmaßnahmen auf die kindliche Passivrauchbelastung in Bayern

Nach Einführung strengerer Rauchverbote in der Öffentlichkeit im Jahr 2008 bestanden Bedenken, dass sich das Rauchen stärker in private Haushalte verlagern würde. Daten von über 32.000 bayerischen Vorschulkindern konnten in 8 Wellen vor und nach Einführung der Nichtraucherschutzgesetze querschnittlich auf eine intra- oder extrauterine Passivrauchbelastung und damit verbundenen gesundheitlichen Problemen analysiert werden. Im zeitlichen Verlauf, nach Einführung der strengeren gesetzlichen Regelungen, zeigten sich sowohl eine Abnahme elterlichen Rauchens zuhause als auch ein Rückgang der kindlichen rauchbedingten gesundheitlichen Belastungen – ähnlich den Ergebnissen anderer Länder.
Change in exposure of children to secondhand smoke with impact on children’s health and change in parental smoking habits after smoking ban in Bavaria – a multiple cross-sectional study


Beeinflusst das Rauchen die Gehirnalterung?

In einer britischen fMRT Studie zeigte sich an etwa 33.000 Teilnehmenden, dass deren Rauchgewohnheiten sowohl die Alterung des Gehirns als auch die kognitive Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen. Bei regelmäßigen, aktiven Raucher:innen entstand zwischen dem tatsächlichen und gemessenen Hirnalter die höchste Differenz von mehr als einem Jahr; die Autoren empfehlen dieses Ergebnis in Aufklärungskampagnen zu nutzen.
Associations between smoking and accelerated brain ageing - ScienceDirect


Schützt Tabakrauch tatsächlich vor einer Infektion mit SARS-CoV-2?
Dieser Frage untersuchten Keiji Tanimoto und Team an Zellen, die besonders viel ACE2, die Eintrittspforte für SARS-CoV-2 in die Zelle, auf der Zelloberfläche tragen. Sie setzten diese sog. HepG2-Zellen für 24 Stunden verschiedenen Zigarettenrauchextrakten aus. Überraschenderweise bildeten die Zellen umso weniger ACE2, je höher die Menge an Zigarettenrauchextrakt war. Die Forscher führen das auf die krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe zurück. Eine Empfehlung zum Rauchen als Schutz vor einer COVID-19 Erkrankung darf hierdurch aber keinesfalls abgeleitet werden.
Inhibiting SARS-CoV-2 infection in vitro by suppressing its receptor, angiotensin-converting enzyme 2, via aryl-hydrocarbon receptor signal
Ergänzend sei auf das Positionspapier "Covid-19 und Rauchen" der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) hingewiesen, das zu dem Ergebnis kommt, dass Tabakrauchen mit einem erhöhten Risiko schwerer Krankheitsverläufe und einer erhöhten Krankenhaussterblichkeit an COVID-19 assoziiert ist. Auf das Infektionsrisiko bezogen sei die Datenlage nicht eindeutig
COVID-19 und Rauchen

Verstärkt die Co-Nutzung von Cannabis die Zigarettenabhängigkeit?
Studiendaten aus den USA zufolge, steigt der Konsum von Cannabis bei Zigarettenraucher:innen. Es wurde untersucht, ob die Co-Nutzung von Cannabis und Zigaretten mit einer höheren Abhängigkeit von Zigaretten assoziiert ist und ob die Anzahl täglich gerauchter Zigaretten (leicht: 1-5, moderat: 6-15 und hoch: > 16 Zig) diesen Zusammenhang beeinflusst. Analysiert wurden Surveydaten (2002-2019) von 231.5772 Individuen im Alter ab 12 Jahren. Über alle Level des täglichen Zigarettenkonsums, war die Problemschwere der Abhängigkeit von diesen höher bei täglicher Co-Nutzung von Cannabis, verglichen mit Individuen ohne oder nicht-täglichem Cannabiskonsum. Die Prävalenz der Abhängigkeit von Zigaretten nahm über die Zeit insbesondere bei jenen Individuen zu, die nicht täglich Cannabis konsumierten und bei leicht oder moderat Rauchenden ohne Co-Nutzung von Cannabis.
Cigarette dependence is more prevalent and increasing among US adolescents and adults who use cannabis, 2002–2019

Impressum

Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR)
Geschäftsstelle Bonn

Kontakt: Inga Jesinghaus, Geschäftsführerin • jesinghaus@abnr.de

c/o Stiftung Deutsche Krebshilfe
Buschstr. 32 • 53113 Bonn

Telefon +49 (0) 228 72990 610

ABNR-Homepage

© 2021 ABNR

Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail.

Newsletter abbestellen